Lass dich selbst Fotografieren, bevor du andere fotografierst - "EINFACH FOTOGRAFIEREN" Podcast

Wenn du anfangen möchtest andere Menschen zu fotografieren, solltest du dich erst einmal selbst fotografieren.

(Link zu Apple & Spotify findest du auch unten)

Heute möchte ich dir den Tipp mit auf den weg geben, dass du dich erst einmal selbst fotografieren lassen solltest, bevor du andere Menschen fotografierst. Das bringt dir viele Vorteile. 

 

Gerade wenn du mit der Fotografie von Menschen anfängst, wirst du vermutlich nicht direkt Menschen fotografieren die es geübt bzw. gewohnt sind vor einer Kamera zu stehen. Natürlich kannst du dir ein geübtes Model buchen, etwas, dass ich übrigens generell für den Anfang empfehlen kann, aber in der Regel fotografierst du am Anfang erst mal deine Freunde. 

Wenn Du nun Deinen Freund oder Freundin zu bestimmten Posen animieren möchtest, oder zu besonderen blicken, dann wird er sich vielleicht komisch  vorkommen, nicht genau wissen, was du meinst, wie er das umsetzen soll und so weiter.

 

Daher bin ich der Meinung, es wird deiner Fotografie direkt zugutekommen, wenn du einmal in die Rolle des Gegenübers geschlüpft bist. 

Denn dann weißt du viel besser, was GENAU in den Köpfen deiner Models vorgeht. 

Du kennst die Aufregung, weißt welche Art von Anweisung dich selbst stutzig gemacht hat oder wovor du angst hattest, vor einem Shooting. 
Auf genau diese Punkte kannst du bei den Shootings die DU dann ausführst viel gezielter eingehen. 

 

Ich merke das an mir selbst. Ich bin eigentlich auch ein Mensch, der froh und zufrieden damit ist, HINTER der Kamera zu stehen. Daher habe ich, leider, diesen Tipp selbst am Anfang auch nicht umgesetzt. Das kam erst viel später und da machte es bei mir an so mancher stelle „KLICK“. 

Das ist wirklich einer der Tipps, welchen ich selbst gerne als Anfänger gehabt hätte. 

Durch meine Jahre lange Erfahrung beim Fotografieren, kann ich mittlerweile vor der Kamera selbst viel eher Blicke, Posen oder Emotionen abrufen, weil ich ja weiß, was ich von meinen Modellen haben möchte. Das setzte ich dann selbst um.

Aber ich wäre schneller besser geworden, wenn ich am Anfang mal die rollen getauscht hätte und vor der Kamera gestanden wäre. 

Du kannst einen Freund fragen, der selbst auch fotografiert und ihr fotografiert euch dann gegenseitig. Du ihn und danach er dich. Dann wirst du auch schon mal Erfahrungen sammeln können.

Am besten wäre es natürlich, wenn dir einen erfahrenen Fotografen suchst, der die Art von Bildern macht, die du gerne machen möchtest und von diesem Fotografen lässt du dich dann selbst fotografieren. 

Schau dir genau an, was er macht. Wie er dich behandelt und wie er auf dich eingeht. Auf welche Art und Weise gibt er dir Anweisungen usw. 

Das kannst du dann natürlich übernehmen. Und vor allem, achte darauf, wie du dich fühlst. Welche Gedanken hast du vor dem Shooting. Bist du aufgeregt, wenn ja warum?

 

 

Schreibe dir das alles auf.

 

Meistens sind wir dann aufgeregt, wenn uns Erfahrung fehlt. Du weißt also nicht, wie genau das werden wird. Wirst du abliefern können? Wirst du so vor der Kamera agieren können, dass es später gut aussieht? Ein guter Fotograf wird mit dir so arbeiten, dass du abliefern wirst.

 

Aber das sind die Gedanken, die vielen vorher durch den Kopf gehen.  Als Anfänger in der Fotografie wirst du sicher ähnliche Gedanken vor einem Shooting auf deiner Seite der Kamera haben.

All diese Gedanken vor, während und nach dem Shooting solltest du bewusst wahrnehmen und dir notieren. Denn das werden viele andere Menschen die später vor deiner Linse stehen auch denken und wahrnehmen. 

Wäre es dann nicht super, wenn du schon vor einem Shooting aus eigener Erfahrung heraus auf solche Punkte eingehen kannst? Du kannst zum Beispiel in einer Email vor dem Shooting den groben Ablauf erklären. 

Dann weiß dein Model schon viel eher, was ihn oder Sie erwarten wird und die Aufregung ist gleich viel besser, oder wandelt sich sogar in Vorfreude und Ungeduld um. 

 

Wie cool wäre dass denn? 

 

Auch beim Shooting wirst du andere und bessere Anweisungen geben können. Da du weißt, was bei dir gut funktioniert hat und was nicht.

Zusammengefasst: Schlüpfe in die Rolle deines Models und du wirst ein besserer Fotograf. 

 

Hier noch eine Metapher für dich:

Stell Dir mal einen Zahnarzt vor, der selbst NOCH NIE auf diesem Stuhl gesessen hat, der sich überhaupt nicht vorstellen kann, wie das ist. Er hat es ja noch nie erlebt. Er kommt ins Behandlungszimmer, setzt sich hin zückt gemütlich seinen Bohrer, geht seiner Arbeit nach und denkt sich „Meine Güte, warum hat mein Patient denn so angst? Es passiert ihm/ihr doch nichts.“

 

Wie gut meinst du wird er auf seine Patienten eingehen können?

 

Und jetzt stell dir einen Zahnarzt vor, der aus eigener Erfahrung das Gefühl der Angst und Unsicherheit kennt. Der sich in deine Situation hineinversetzten kann. Er weiß natürlich, dass er dir nichts tun wird. Aber er weiß auch, dass du angst hast vor dem ungewissen. Er wird dich begrüßen, dir sagen, dass du dir keine Sorgen machen musst, dir erklären was er gleich machen wird und geht auf dich ein. Während er arbeitet, spricht er mit dir, fragt, ob alles ok ist und nimmt dir deine Angst, bzw. Versucht es zumindest.

 

Zu welchem Zahnarzt würdest du lieber gehen? 

 

Ich habe übrigens so einen Zahnarzt, und er fotografiert auch noch leidenschaftlich gerne. Lieben Gruß an dich André 🙂

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesem Tipp helfen. Setzte ihn am besten so bald wie möglich in die Tat um.

Viel Spaß dabei.

Dein Pascal

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Pascal von Guerard

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